Sotti i Pini

von Paolo Costa

Fläche: 24 Hektar

Produkte: Granatäpfel, Avocados, Haselnüsse

Projekte: Ko-Produktionen Avocados 2017

Übernachtungsmöglichkeit: Touristische Unterkunftsmöglichkeiten

Besonderheit: Bauernhaus

Odoo • Testo e immagine

Der Hof Paolo Costa entsteht 2002 aus dem Wunsch, die Familiengrundstücke zurückzugewinnen und nach Rhythmen zu leben, die dem Wohlbefinden angemessener sind, wobei auch eine Gastfreundschaftsaktivität entwickelt wird.

Er gliedert sich in zwei Standorte: 21 Hektar zwischen Antillo und Limina mit Haselnussplantage und Olivenhainen sowie 3 Hektar in Zafferana Etnea mit B&B und Avocadoanbau, die dank des Ko-Produktionsprojekts des Konsortiums LeGallineFelici gepflanzt wurden. Seit 2010 folgt er den Kriterien der Permakultur, um Verschwendung zu reduzieren und Ressourcen zu optimieren, indem er Gastfreundschaft bietet und Veranstaltungen und Workshops organisiert.

Der Betrieb stellt ein Beispiel für die Integration von nachhaltiger Landwirtschaft, ländlichem Tourismus und internationalem kulturellem Austausch dar.

Lesen das Zeugnis von Paolo Costa

Der Hof wurde Ende 2002 mit dem dreifachen Ziel gegründet, das halbverlassene Familiengrundstück wiederzubeleben, in einem Tempo zu leben, das mehr dem Streben nach Wohlbefinden entspricht, welches über den rein wirtschaftlichen Aspekt hinausgeht, und eine Rentabilität des Hofes zu erlangen, die es erlaubt, die Arbeit mit anderen zu teilen und diese auch gerecht zu bezahlen.

Gemeinsam mit meiner Frau Pia, mit der ich unsere 2 Kinder aufziehen (Teresa 2006 und Giuseppe 2010), haben wir beschlossen, mit der Renovierung des Hauses (das als B&B genutzt werden soll) zu beginnen und das Land zu kultivieren.
Nach den ersten Jahren der Versuche und den damit verbundenen Fehlern und Misserfolgen (bis dahin hatte ich mich mit IT befasst) markierte das Treffen mit anderen Bio-Erzeugern den entscheidenden Richtungswechsel hin zu einem System, das direkt auf die Befriedigung der Bedürfnisse der Verbraucher ausgerichtet ist und nicht länger auf Zwischenhändlern basiert, die jede Entwicklungsmöglichkeit verhindern.

Die ersten Bio-Märkte, die ersten Kontakte mit Einkaufsgemeinschaften wie GAS und FoodCoops und insbesondere das Treffen mit dem Verein Siqillyàh waren grundlegend, um die wahre Bedeutung von nachhaltiger Landwirtschaft zu verstehen. Und um zu begreifen, wie wichtig dieses Wirtschaftssystem ist, welches auf den direkten Beziehungen mit denjenigen beruhigt, die die Produkte unseres Bodens beziehen. Das Engagement innerhalb dieser Gruppe gibt mir das Gefühl, ein integraler Bestandteil des Veränderungsprozesses zu sein, den Produzenten und Verbraucher gemeinsam zu vollziehen versuchen.

Zurzeit ist der Hof in verschiedene Zonen aufgeteilt:

  • Zafferana Etnea, Ortsteil Pisano (Catania) ist der Ort, an dem wir auf 3 ha Land leben, das einst mit Wein- und Obstgärten sowie freien Flächen für Gemüse bestellt war. Ein paar Jahre nachdem eine Brandstiftung alles zerstört hatte, habe ich dank dem Projekt Ko-Produktion für Avocados, welches von 13 französischsprachigen Gruppen des Konsortiums finanziert wurde, mehr als 1 ha mit Avocado Bäumen neu bepflanzt.

  • Antillo-Limina (Messina), 21 ha und ca. 1,5 Stunden von unserem Haus entfernt verteilt sich das Land auf 3 verschiedene Parzellen mit steilen Hängen und kleine Terrassen. Die Grundstücke liegen 5 – 15 km voneinander entfernt und sind nur über unbefestigte Straßen erreichbar. Hier versuche ich einen Haselnusshain (mit Mischwald) und 2 Olivenhaine am Leben zu erhalten.

Derzeit werden alle Ernten manuell eingebracht und ohne den Einsatz von mechanischen Hilfsmitteln durchgeführt. Seit 2010 bin ich an die Permakultur herangetreten und habe versucht, die Kriterien für die Bewirtschaftung des Landes zu befolgen und im Allgemeinen die Verschwendung zu reduzieren und die Ressourcen zu optimieren. Mein Wunsch wäre die Schaffung eines Lehrbauernhofes und eines Permakultur Zentrums, in dem Begegnungen und Experimente stattfinden könnten.

Manchmal nehme ich Freiwillige auf, die im Austausch für Gastfreundschaft beim Anbau und der Ernte helfen. Der kulturelle Austausch mit Menschen aus aller Welt ist jedoch das Hauptanliegen derer, die sich sowohl als Gastgeber als auch als Reisende in diese Umlaufbahn begeben.

Video Ko-Produktions Avocados   Bericht Lesen

foto 1-2-3-4-5 @Caterina Suzzi / Hans Lucas