Mario Cutuli


Der Hof befindet sich seit den 20er Jahren im Besitz meiner Familie. 

In 2009 ging der Besitz an mich über und ich führte den Betrieb bis Ende 2010 auf konventionelle Weise weiter. Im Jahr 2011 habe ich die Verwendung aller chemischen Behandlungen und Düngemittel eingestellt und habe die Pflanzen mit Beregnungsanlagen ausgestattet. 

Im selben Jahr musste ich aus wirtschaftlichen Gründen die Hälfte meines Betriebes verkaufen. Bis heute besteht der Betrieb auf einer Fläche von 2,5 Hektar, von denen 2 kultiviert werden und die restlichen 5.000 Meter sind Nutzwald aus gewöhnlicher Robinie (robinia pseudoacacia), eine unkrautartige Pflanze, die in den Zitronenhain eindringt und kontinuierlich Probleme verursacht.

 
 
 
 

In 2012 begab ich mich in Umstellung auf Bio und im Jahr 2015 erhielt ich die Bio-Zertifizierung

Ich praktiziere die Technik der Nicht-Bodenbearbeitung, d. h. ich beschränke mich darauf das Gras zu mähen und liegen zu lassen, sodass sich im Laufe der Jahre eine Schicht organischen Materials gebildet hat. Die Nichtbearbeitung des Bodens erleichtert den Pflanzen die Ausbildung von Kapillarwurzeln, sodass dadurch auch eine Wassereinsparung erzielt wird. 

Der Hof befindet sich in Acireale in der Timpa, die sich unterhalb der Staatsstraße 114 mit dem Namen “Panoramica” befindet und in das Gebiet des Naturschutzgebietes in Zone B fällt.

Als Mitglied des Konsortiums beteilige ich mich an dem Avocado Co-Produktionsprojekt, augrunddessen ich insgesamt 100 Pflanzen angepflanzt habe.
Ich habe auch die abgestorbenen Zitronenpflanzen durch andere Früchte wie die Annona, Aprikosen, Bananen, Mango, Orangen etc. etc. ersetzt und so eine konkrete Biodiversität erschaffen.

Der Hof ist terrassenförmig angelegt. Dies erschwert und verteuert den Anbau und führt bei starkem Regen zu ständigen Erdrutschen.

2015 habe ich das Konsortium kennengelernt und 2017 wurde ich Partner.

Vorher verkaufte ich die Zitronen an Händler und Kooperativen, die jede Ausrede benutzten um die ohnehin schon niedrigen Preise immer wieder zu senken.
Ich erinnere mich an die erste Lieferung an das Konsortium als besonderes Ereignis, schließlich hatte ich es mit echten und authentischen Menschen zu tun. Ich gebe immmer wieder gerne dieses Beispiel: “Ich war in einem dunklen Tunnel, ohne den Ausweg zu kennen. Und plötzlich spürte ich ein wenig echte Hoffnung, ein wenig Licht, das im Laufe der Jahre immer näher rückt.”
Die Teilnahme am Konsortium hat es mir ermöglicht, die Würde der Arbeit wiederzuerlangen, die ich längst verloren hatte.

Heute fühle ich mich, wie ein richtiger Landwirt.

Ich danke denen, die an mich geglaubt haben und denen, die so hart gearbeitet haben, dass diese Realität Gestalt annimmt. Ich hoffe, dass ich mich mit meinem Engagement, was manchmal schwierig ist, revanchieren und mich am Leben des Konsortiums beteiligen kann. 

Grüße an alle!

Mario


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Video der Hofvorstellung